| | | kunstprojekte_riem ist ein auf sechs Jahre befristetes Pilotprojekt der Stadt München. Es wird aus den Mitteln für "Kunst am Bau" finanziert, die in der Messestadt anfallen. Diese Gelder sind Anteile der Baukosten von kommunalen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Feuerwache, etc. und stehen nach einer Richtlinie der Stadt München für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum zur Verfügung. In der Messestadt Riem wurden die hochgerechneten Mittel zusammengelegt und ermöglichen nun die Entwicklung öffentlicher Kunst, die unabhängig von Bauvorhaben für die Bewohner entstehen soll. Das Ziel von kunstprojekte_riem ist es, Kunst im öffentlichen Interesse zu entwickeln. Dies bedeutet eine Orientierung der Kunstaufträge an der sich in den nächsten Jahren noch stark wandelnden Situation vor Ort und an den verschiedenen Interessen der beteiligten Öffentlichkeit. Soll dies ernstgenommen werden, heißt es für die Künstler, sich mit den Interessen der potentiellen Zielgruppen auseinander zu setzen, also mit den Bewohnern der Messestadt als auch den Anrainern in den ringsumliegenden Dörfern und angrenzenden Stadtvierteln. Oder sie bearbeiten anstehende Themen, die aus der besonderen Situation der Messestadt resultieren, wie die Verbindung zum Zentrum von München und die Möglichkeit, ein eigenes Wir-Gefühl und eine gute Beziehung zum neuen Wohnort zu entwickeln. Die Öffentlichkeit ist Auftraggeber der Kunst. Es sind daher vor allem die Bewohner, die bei der Kunst, die vor Ort entsteht, mitreden sollen. Dazu findet regelmäßig die Riemer Runde statt. Die Riemer Runde ist ein offenes Gesprächsforum. Sie ermöglicht einen lebendigen Austausch zwischen den Künstlern und den Anwohnern. Hier werden Projekte und Kunstwerke vorgestellt und diskutiert, aber auch Themen angesprochen, die vom unmittelbaren Bereich der Kunst abweichen kšnnen. Mit Konzeption und Realisierung von kunstprojekte_riem hat der Münchner Stadtrat die Kuratorin Dr. Claudia Büttner betraut. | | |